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Antiziganismus in der Schule: „Ich bin gezwungen, es doppelt so gut wie die anderen zu machen.“ Im Gespräch mit jungen Sinti und Roma.

04.12.2026 um 13:00 - 17:00

Kinder und Jugendliche aus den Communities der Sinti und Roma erleben die Schule nicht nur als Ort des Lernens und Lebens. Vielmehr erfahren sie oft Abwertung, Ausgrenzung und systematische Diskriminierung. Seien es aggressive Mitschüler*innen, voreingenommene Lehrkräfte, klischeehafte Unterrichtsmaterialien sowie das Unwissen über den VöIkermord an der Minderheit oder auch die regelhafte Einweisung in Förderschulen: Die Herausforderungen sind groß. Ausgehend von den Erfahrungen junger Sinti und Roma aus ihrer Schulzeit wollen wir ausloten, wo es schon gute Ansätze zur Überwindung antiziganistischer Diskriminierungen gibt und wie diese weiterentwickelt und nachhaltig in den Schulalltag implementiert werden können.

Programmablauf:

14:00 Grußworte und Einführung in das Thema
Thomas Erbel (Amaro Drom e.V.)

14:10 Input Referat: Einblicke in antiziganistische Realitäten an Schulen
Mustafa Jakupov (Melde- und Informationsstelle Antiziganismus e.V.)

14:30 Die Rolle der KMK-Empfehlungen
Ulrich Hagemann (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie – SenBJF) im Gespräch mit Rosa Fava (Bildungsforum gegen Antiziganismus)

14:50 Impuls: „Was in der Akte fehlt – Erfahrungen als Roma-Bildungsberater in Hamburg“
Džoni Sichelschmidt (Bildungsberater für Sinti und Roma (Schulbehörde Hamburg) und Vorsitzender von Romed Deutschland e.V.)

15:05 Panelgespräch: Wie kommen wir zu einer antiziganismuskritischen Schule?
Ehemalige Schüler*innen aus den Communities der Sinti und Roma
Džoni Sichelschmidt (Romed Deutschland e.V.)
Grit Díaz de Arce (Lehrerin und Mitarbeiterin Berliner Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung – BLiQ)
Catherine Jahn (Lehrerin und ehemalige Dozentin an der Planstelle gegen Antiziganismus, TU Darmstadt)
Moderation: Bilge Cömert (Melde- und Informationsstelle Antiziganismus e.V.)

ab 16:30 Stay Together

Das vollständige Programm mit allen Details zu den Zeiten und Redner*innen finden Sie hier.
Den Veranstaltungsflyer können Sie hier herunterladen.

INFORMATIONEN ZUR ANMELDUNG: Bitte nutzen Sie das Anmeldeformular auf der Website des Kooperationsverbundes. Die Teilnahme ist kostenlos.


Der Kooperationsverbund gegen Antiziganismus ist ein Zusammenschluss aus fünf Trägern, die vom
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ seit 2025 im Handlungsfeld „Aufbau einer bundeszentralen Infrastruktur“ gefördert werden. Ziel des Kooperationsverbundes ist es, die bundesweite Präventionsarbeit gegen Antiziganismus sowie das Empowerment von Sinti* und Roma* zu stärken. Der Kooperationsverbund besteht aus dem Bildungsforum gegen Antiziganismus (Teil des Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma), der interkulturellen Jugendselbstorganisation Amaro Drom e. V., der Evangelischen Akademie zu Berlin mit dem Netzwerk Sinti Roma Kirchen, der Kompetenzstelle gegen Antiziganismus (KogA) der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten sowie dem Critical Film & Image Hub an der Forschungsstelle Antiziganismus der Universität Heidelberg.

Details

  • Datum: 04.12.2026
  • Zeit:
    13:00 - 17:00