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Mit dem Projekt ,,Empowern – Vernetzen – Wirksam werden. Jugend gegen Antiziganismus” baut Amaro Drom ein bundesweites Jugendnetzwerk gegen Antiziganismus auf. Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 35 Jahren, insbesondere an Sinti und Roma sowie Roma-Jugendliche aus der Ukraine und junge Menschen mit eigenen oder familiären Erfahrungen mit Antiziganismus und Rassismus.
Von Juni 2026 bis Juni 2027 werden mit dem Empowerment-Projekt die Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation von Jugendlichen mit Rassismuserfahrungen gestärkt, strukturelle Diskriminierung sichtbar und die Perspektiven betroffener Communities aktiv in gesellschaftliche, fachliche und politische Prozesse eingebunden. Im Mittelpunkt stehen regelmäßige Empowerment-Treffen, Workshops und die bundesweite Vernetzung der Jugendlichen. Dabei werden auch die unterschiedlichen Lebensrealitäten und Bedarfe der Jugendlichen vor Ort berücksichtigt.
Was entsteht in unserem Projekt?
An unseren fünf bundesweiten Projektstandorten
- Berlin
- Dresden
- Frankfurt am Main
- Potsdam
- Köln
finden regelmäßige Empowerment-Treffen und mehrtägige Workshops statt. Sie bieten einen geschützten und niedrigschwelligen Raum, in dem Jugendliche über eigene Erfahrungen sprechen, sich mit Identität auseinandersetzen und gemeinsame Handlungsstrategien entwickeln können. Je nach Interessen der Teilnehmenden können dabei auch kreative Formate wie Musik, Tanz, Rap oder Text- und Medienarbeit angeboten werden.

Gleichzeitig werden die Jugendlichen bundesweit miteinander vernetzt. Bei digitalen Netzwerktreffen kommen Teilnehmende aus allen Standorten zusammen, tauschen sich aus und entwickeln gemeinsame Themen und Positionen. Auch dabei gestalten sie das Netzwerk aktiv mit und können eigene Schwerpunkte setzen.
Unser Projekt verfolgt diese konkreten Ziele:
- Aufbau und Etablierung eines bundesweiten Jugendnetzwerks gegen Antiziganismus
- Stärkung der individuellen und kollektiven Selbstwirksamkeit von Jugendlichen
- Aufbau kontinuierlicher lokaler Empowerment-Strukturen
- Sichtbarmachung jugendlicher Perspektiven und stärkerer Einbindung in gesellschaftliche und politische Prozesse
- Stärkung der Selbstorganisation junger Sinti und Roma sowie von Roma-Jugendlichen aus der Ukraine
Empowern – Vernetzen – Wirksam werden. Jugend gegen Antiziganismus verbindet also lokale Empowerment-Arbeit mit bundesweiter Vernetzung. Die jungen Menschen sollen nicht nur an Angeboten teilnehmen, sondern selbst zu aktiven Mitgestaltungen des Netzwerks werden. So entstehen langfristige Verbindungen zwischen Jugendlichen und lokalen Strukturen und es wird ein Raum geschaffen, in dem Erfahrungen und Perspektiven junger Menschen mit Rassismuserfahrungen sichtbar werden.
Insgesamt wird eine aktive bundesweite Kerngruppe von 50 bis 80 Jugendlichen entstehen. Sie soll Wissen über Antiziganismus und Rassismus erweitern, die eigenen Handlungsmöglichkeiten stärken und leichter Zugang zu Beratungsangeboten und unterstützenden Netzwerken finden.
Das Projekt reagiert damit auf den Bedarf nach antiziganismuskritischen und jugendgerechten Empowerment-Angeboten und schafft zugleich eine bundesweite Struktur, in der Jugendliche ihre eigenen Themen, kulturellen Perspektiven und Erfahrungen einbringen können.
Amaro Drom e.V. übernimmt die Gesamtkoordination des Projekts und arbeitet mit lokalen Jugendgruppen sowie Kooperationspartnern aus Zivilgesellschaft, Kultur und politischer Bildung zusammen.
