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Betroffener von polizeilichem Hundebiss 2020 am 4. Februar in den Kosovo abgeschoben – Das Roma Büro Freiburg sammelt Spenden

 

Am 28. April 2020 kam es in Umkirch bei Freiburg zu einem Polizeieinsatz bei einer Roma-Familie wegen eines mutmaßlich falsch geparkten Autos. Obwohl von der Familie keine Gewalt ausging, setzte die Polizei einen Diensthund ein. Der Hund biss den Familienvater Mohammed D. schwer am Arm.

Mohammed D. musste mehrere Stunden notoperiert werden. Eine gerichtliche Aufarbeitung des Einsatzes fand nicht statt. Die Staatsanwaltschaft sah kein öffentliches Interesse an einem Verfahren.

Am 28. Januar 2026 wurde Mohammed D. festgenommen und am 4. Februar 2026 in den Kosovo abgeschoben, nachdem er über 30 Jahre in Deutschland lebte. Damit wird eine nachträgliche Aufklärung des Polizeieinsatzes erheblich erschwert.

Wir fordern eine rechtliche Überprüfung der Abschiebung von Mohammed D. und eine unabhängige Aufklärung der mutmaßlichen Polizeigewalt.

Das Roma Büro Freiburg sammelt Spenden für Rechtsanwaltskosten, eine erste Unterbringung und Essen. Wir danken euch für jede Unterstützung.

 

Spendenkonto:

Sparkasse Freiburg

IBAN DE 70 6805 0101 0013 0864 13

 

Auf der Website des Roma Büro Freiburg bekommt ihr mehr Infos.

 

 

 

 

Romano Sumnal e.V.

20.8.2019

Wir sind entsetzt über das Verhalten und die Methoden der Polizei Leipzig. Im Zuge der Ermittlungen und Prävention von Diebstahl während des Musikfestivals stellte die Polizei Rumänische Staatsbürger unter Generalverdacht, in dem sie durch einen offiziellen Brief Hotel und Hostelbetreiber dazu aufforderte der Polizei Meldung zu geben, sollten sich in ihrem Haus rumänische Gäste befinden. Diese Methoden der Leipziger Polizei ist zu tiefst rassistisch und verachtend. Es steht einer Behörde nicht zu Menschen nur auf Grund ihrer Staatsangehörigkeit unter Generalverdacht zu stellen. Viele unserer Mitglieder stammen aus Rumänien und fühlen sich dadurch zu tiefst betroffen. Es kommt oft dass Sie aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit und ihrer Zugehörigkeit zur Minderheit der Roma in Rumänien und Deutschland derart rassistisch verurteilt und auch verfolgt werden. Wir fordern die Polizeibehörde Leipzig auf, derartige Methoden zu unterlassen und sich öffentlich bei allen Menschen mit Rumänischer Staatsangehörigkeit zu entschuldigen. Rassismus hat in Behörden nichts zu suchen auch nicht bei der Polizei.

Gjulner Sejdi
1. Vorsitzender Romano Sumnal e.V.
Romano Sumnal –
Verein für Roma-Kulturvermittlung und
politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Romaaktivismus
romano-sumnal@web.de