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Am 09. Mai 2026 fand das dritte Jugendforum zur politischen Partizipation in Berlin statt. Etwa 30 Jugendliche tauschten sich mit Personen der Öffentlichkeit über Politik in Berlin und Deutschland, die Bekämpfung von Antiziganismus und die Beteiligung junger Menschen aus.

 

Wer waren unsere Gäste?

Alina Voinea ist in der politischen Jugend- und Bildungsarbeit aktiv und engagiert sich seit vielen Jahren gegen Rassismus. Als erste offizielle Ansprechperson zu Antiziganismus arbeitet sie seit März 2025 beim Land Berlin. Im Rahmen dieser Arbeit entwickelt sie unter anderem ein Konzept für Prävention, Beratung und Bildung im Bereich Antiziganismus. Dafür arbeitet sie eng mit dem Beirat für Angelegenheiten von Roma und Sinti und anderen zivilgesellschaftlichen Beratungsstellen zusammen.

Charlotte Neuhäuser ist seit 2025 Mitglied im Bundestag für Partei die Linke. Sie gehört zu den jüngsten Abgeordneten und setzt sich besonders für soziale Gerechtigkeit, Bildung und internationale Zusammenarbeit ein. Durch ihr Engagement gegen Ungleichheit und Diskriminierung bringt sie wichtige Perspektiven in politische Debatten, auch zu Themen wie Rassismus und Antiziganismus. Sie arbeitet im Bundestag in Ausschüssen zu internationaler Zusammenarbeit, Entwicklungspolitik und Friedensförderung.

Susanna Kahlefeld ist seit 2011 Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus für Bündnis 90/Die Grünen. Sie setzt sich für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und politische Teilhabe ein. Vor ihrer politischen Tätigkeit arbeitete sie viele Jahre als Lehrerin und war dadurch eng mit den Lebensrealitäten junger Menschen verbunden. In ihrer parlamentarischen Arbeit beschäftigt sie sich unter anderem mit Antidiskriminierung, Demokratieförderung und dem Schutz demokratischer Strukturen und ist beispielsweise im Ausschuss für Kultur, Engagement und Demokratieförderung aktiv.

 

Workshops und Austausch

Der Samstag startete mit zwei Workshopphasen. Die Jugendlichen erhielten zunächst inhaltliche Inputs zu den eingeladenen Gästen und ihren Arbeitsfeldern. Anschließend hatten sie die Möglichkeit, sich auszutauschen, eigene Erfahrungen einzubringen und sich gemeinsam auf das bevorstehende Gespräch vorzubereiten. Dabei entwickelten sie Fragen, Forderungen und Themen, die sie in den Austausch einbringen wollten.

Später ging es zum Dialog am Buffet über. Unter dem Motto „Politik trifft Jugend“ konnten unsere Teilnehmenden Fragen und Forderungen äußern und ihre Perspektiven zu verschiedensten Themen teilen und diskutieren.

Dabei wurde unter anderem darüber gesprochen, wie sich die Gäste konkret für die Beteiligung junger Menschen sowie die Sichtbarmachung von Roma und Sinti einsetzen. Die Jugendlichen brachten zudem Forderungen nach mehr politischen Bildungsformaten, sicheren Räumen, stärkerer politischer Beteiligung und mehr Präsenz in Gremien ein sowie die Idee eines Museums zur Geschichte der Roma und Sinti. Auch aktuelle soziale und politische Herausforderungen standen im Mittelpunkt der Gespräche. Themen wie steigende Lebenshaltungskosten, sichere Renten- und Lebensperspektiven für junge Menschen, Veränderungen rund um die Wehrpflicht und die Frage, wie Jugendliche stärker zum Wählen motiviert werden können, spielten dabei eine wichtige Rolle. Darüber hinaus wurden Rassismuserfahrungen, gesellschaftliche Vorurteile gegenüber Roma und Sinti sowie Fragen rund um den Völkermord an Roma und Sinti, Wiedergutmachung und die Bedrohung des Denkmals in Berlin angesprochen.

Wie geht es weiter?

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer:innen, Gästen und Unterstützer:innen, die dieses Projekt ermöglicht haben. Antiziganismus ist nach wie vor Teil unseres Alltags und rechte Ideologien finden zunehmend wieder gesellschaftliche Akzeptanz. Gerade deshalb braucht es Räume, in denen die Perspektiven junger Menschen in den Vordergrund gestellt werden und in denen sie sich gegenseitig stärken und eine diskriminierungsfreie Gesellschaft fordern können.

Das Jugendforum wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert. Angesichts aktueller Kürzungen im Bereich der Demokratieförderung sehen wir solche Räume jedoch zunehmend unter Druck. Umso mehr hoffen wir, das Jugendforum und ähnliche Formate auch in den kommenden Jahren weiterführen und jungen Menschen dauerhaft Möglichkeiten für Austausch, Beteiligung und Empowerment bieten zu können.

Amaro Drom ist Teil des Kooperationsverbunds gegen Antiziganismus, der durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird.

Zum zweiten Mal fand unser Jugendforum gegen Antiziganismus statt! Vom 23. bis 25. Mai 2025 kamen 30 bei Amaro Drom aktive Jugendliche im Bildungsforum gegen Antiziganismus in Berlin zusammen. Im Mittelpunkt standen der Austausch über eigene Erfahrungen, Gespräche mit politischen Vertreter:innen über die gesellschaftliche Lage und die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen.

Wer waren unsere Gäste?

 

 

Alina Voinea ist in der politischen Jugend- und Bildungsarbeit aktiv und engagiert sich seit vielen Jahren gegen Rassismus. Als erste offizielle Ansprechperson zu Antiziganismus arbeitet sie seit März 2025 beim Land Berlin. Im Rahmen dieser Arbeit entwickelt sie unter anderem ein Konzept für Prävention, Beratung und Bildung im Bereich Antiziganismus. Dafür arbeitet sie eng mit dem Beirat für Angelegenheiten von Roma und Sinti und anderen zivilgesellschaftlichen Beratungsstellen zusammen.

Im Forum sprach sie über ihren Werdegang, Antiziganismus in Detuschland und Rumänien und ihre Perspektive auf Diskriminierung in der Verwaltung. Außerdem wurde über die geplante Abschaffung des Denkmals in Berlin, welches an den Völkermord an Sinti und Roma während der Zeit das Nationalsozialismus erinnert, diskutiert.

Misbah Khan lebt seit ihrer Kindheit in Deutschland und hat sich schon früh politisiert und gegen Rechtsextremismus und Ungleichheit in unserer Gesellschaft eingesetzt. Sie ist seit 2021 Mitglied im Bundestag für Bündnis 90/Die Grünen und ist dort in mehreren Ausschüssen aktiv, um sich auf verschiedenen Ebenen für eine diskriminierungsfreie und demokratische Gesellschaft einzusetzen. Sie fordert klare politische Strategien gegen Rechtsextremismus und für mehr Sichtbarkeit von Frauen und Menschen mit Migrationsgeschichte sowie Meinungen junger Menschen in der Politik.

Die Jugendlichen konnten mit ihr über ihren Aktivismus und gesellschaftliche Ungleichheit, die wachsende Gefährdung durch die AfD im Bundestag und das Demokratiefördergesetz sprechen.

Marc-Alexander Liebig ist Staatsanwalt in Berlin und Teil der „Zentralstelle Hasskriminalität“. Dort ist er Ansprechperson für die Belange von LGBTQIA+ Personen und setzt sich für die Belange von Sinti und Roma ein.

Er ist zuständig für Strafverfolgungen sowie die Beratung, Vermittlung und Unterstützung von Betroffenen. Außerdem organisiert er Schulungen für Justizmitarbeiter:innen, um Diskriminierung abzubauen und das Verständnis für die Perspektiven von Betroffenen von Antiziganismus und Hasskriminalität in seinem Kollegium zu stärken.

Beim Jugendforum konnten die Teilnehmenden mit Marc-Alexander Liebig ein konkrets Fallbeispiel bearbeiten und gemeinsam die rechtlichen Rahmenbedingungen betrachten. Sie wurden darin bestärkt, antiziganistische Vorfälle bei Polizeistellen oder auch direkt bei der örtlich zuständigen Staatsanwaltschaft zu melden.

Wie geht es weiter?

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer:innen, Gästen und Unterstützer:innen, die dieses Projekt ermöglicht haben, insbesondere bei den Programmverantwortlichen von „Demokratie leben!“ und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Antiziganismus ist nach wie vor Teil unseres Alltags und rechte Ideologien finden zunehmend wieder gesellschaftliche Akzeptanz. Gerade deshalb braucht es Räume, in denen junge Menschen sich austauschen, gegenseitig stärken und eine diskriminierungsfreie Gesellschaft fordern können.

Auch 2026 wird es wieder ein Jugendforum gegen Antiziganismus geben – sei dabei!

Amaro Drom ist Teil des Kooperationsverbunds gegen Antiziganismus, der durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird.