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Heute, am 27. Januar, gedenken wir anlässlich des 76. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz den vielen Opfern des NS-Völkermordes. Auschwitz hat während des Zweiten Weltkriegs auch einen weiteren Namen getragen, “Zigeunerlager”, denn besonders viele Sinti und Roma wurden hier inhaftiert und ermordet. Und obwohl während des Zweiten Weltkriegs bei dem Völkermord an den europäischen Sinti und Roma schätzungsweise bis zu einer halben Millionen Opfer zu verzeichnen sind, ist das großen Teilen der Gesellschaft nicht bekannt. Dieser Holocaust an Sinti und Roma wird auch Porajmos genannt.

Es hat jahrzehntelanger Aufklärungsprozesse in Schulen und in der Gesellschaft bedurft, diesen Tag nicht als„Niederlage“ zu betrachten, sondern als Befreiung vom Nazismus, einem System, unter dem die Deutschen die größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte begangen haben.

Leider ist diese Sichtweise bei vielen immer noch nicht selbstverständlich. So meint man in der sogenannten Alternative für Deutschland (AfD) und anderen nationalistischen Kreisen, die Nazizeit verharmlosen und als die bloßen „Fliegenschiss der Geschichte“ bezeichnen.

Der Kampf für Demokratie und Menschenrechte – gegen Antiziganismus und Diskriminierung von Sinti und Roma – ist bis heute noch aktuell. Und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die uns alle angeht!

Deshalb appellieren wir an die Gesellschaft stark zu sein und sich dagegen zu wehren und zu engagieren. Damit Rassismus und Antiziganismus keinen Platz in unsere Gesellschaft findet.

Ajriz Bekirovski
Vorstandvorsitzender Amaro Drom e.V.

Das Statement als PDF-Dokument ist hier zu lesen.

Das Roma Büro Freiburg hat einen Diskriminierungs- bericht für das Jahr 2021 veröffentlicht. Dieser Bericht betrifft die Stadt Freiburg sowie  Umgebung und beinhaltet folgende Kapitel:

  • Ausnahmezustand 2020
  • Zusammenfassung der Ergebnisse
  • Fallsammlung und Kommentaren
  • Persönlich/Öffentlichkeit
  • Arbeit
  • Polizei
  • Stadtverwaltung
  • Wohnen & Nachbarschaft
  • Schule
  • Gesundheit

Der Diskriminierungsbericht von Roma Büro Freiburg ist unter diesem Link zum Download verfügbar.

Liebe Freund*innen,

am 27. November findet ein Online-Workshop zum Thema Geschichte, Herkunft und Sprache der Roma unter der Leitung von Prof. Dr. Hristo Kyuchukov statt. Alle Personen, die interessiert sind, an dem Online-Workshop teilzunehmen, waren herzlich eingeladen, sich über Zoom anzumelden.

Wir freuen uns auf eure zahlreiche Teilnahme!

Am 12. Oktober nahm Ajriz Bekirovski, Vorstandsvorsitzender von Amaro Drom e.V., an der Digital High-Level-Conference zur Strategie zum EU-Rahmen für Teilhabe und Inklusion der Roma bis 2030 teil, die gemeinsam von der Europäischen Kommission und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat organisiert wurde. In seiner Rede hat Ajriz Bekirovski über andauernde massive Diskriminierung und Ausgrenzung der Roma-Community in Deutschland sowie über Anerkennung von Anitiziganismus als gesellschaftliches Problem und Aktivierung der gesetzlichen Mechanismen zum Schutz der Rechte von Sinti und Roma in Deutschland gesprochen. Es wurde auch erwähnt, dass die Bildungs- und Antidiskriminierungsprojekte, die sich an die Bekämpfung von Antiziganismus orientieren, durch die langfristige strukturelle Finanzierungsprogramme gesichert werden müssen.

Die neue Ausgabe von PFEIL, dem djo-Infomagazin, ist endlich da! Das Thema diese Ausgabe ist Freiräume im Digitalen und wie immer haben wir einen Artikel für euch vorbereitet, diesmal über Erinnerungskultur und politische Bildung in digitalen Räumen. Viel Spaß beim Lesen!

Das Infomagazin ist unter diesem Link zu finden.

Am 15. Septmber führen wir zusammen mit unseren Kolleg_innen von Amaro Foro e.V. einen Online-Stuidienbesuch durch, wo es über die Tätigkeit der Amaro Foro-Anlaufstelle sowie über Aktivitäten von beiden Vereinen berichtet wird. Der Online-Studienbesuch wird mit Unterstützung von Social Platform organisiert und die Anmeldung ist für jede interessierte Person bis 10.09 offen. Mehr dazu findet ihr unter diesem Link.

Am 6. September fand die Eröffnung des ersten Kulturfestivals für Roma und Sinti – LATCHO DIVES in Leipzig statt. Das Festival wurde im Ariowitsch-Haus von Gjulner Sejdi, dem Vorsitzenden von Romano Sumnal e.V., Prof. Dr. Thomas Fabian, dem Beigeordneten der Stadt Leipzig für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule, Romani Rose, dem Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma sowie Katja Meier, Staatsministerin für Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung eröffnet. Mehr über die Eröffnung des Festivals und Live-Performance von Berliner Künstlerpaar Emanuel Barica und Haruka Tomatsu könnt ihr aus dem folgenden Video erfahren:

https://www.youtube.com/watch?v=0IVJH7ERQok

Amaro Drom e.V., die bundesweit tätige Organisation, welche sich für den Menschenrechtsschutz von Roma und Sinti engagiert, lädt alle Interessenten zur Erwachsenenbildungsarbeit, welche dem Thema Antiziganismus und seine Formen in Europa und Deutschland gewidmet ist. Die Bildungsmaßnahmen finden im Rahmen des Projekts “Jekhipe – Gemeinsam” statt und sind von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.
Wer?
Amaro Drom e.V. durch das Projekt „Jekhipe – Gemeinsam“

Was?
Ausbildung für Trainer

Bereich:    Forschung und politische Bildungsarbeit gegen Antiziganismus (FuPBAGA)

Wie?
Durch einen Trainingskurs mit insgesamt 5 Modulen

Dauer: 2 Jahre, insgesamt 5 Wochenenden mit zwischenmodaler   Forschungszeit.

Wann?
Ab Juli 2020

Wo?
Bundesweit

Bewerbungsfrist:    bis 30.06.2020 

Die Erwachsenenbildungsmaßnahmen bestehen aus 5 Lernmodulen und 3 Seminararbeiten, welche in dem Zeitraum von Juli 2020 bis April 2022 durchgeführt werden sollen. Die Gruppe soll aus ca. 15 Teilnehmer_innen bestehen, die zu den folgenden Zielgruppen gehören:

Die erste Zielgruppe umfasst junge Erwachsene aus der Roma-Community, welche bereits Erfahrung auf dem Gebiet der politischen Bildungsarbeit besitzen oder interessiert sind, solche Erfahrungen zu erwerben.

Zu der zweiten Zielgruppe gehören Roma- und Nicht-Roma-Studierende der deutschen Hochschulen, die an den Fakultäten von Sozial- und Bildungswissenschaften immatrikuliert sind.

Die dritte Zielgruppe besteht aus den Vetreter_innen von Nichtregierungsorganisationen oder Vereinen, die sich mit solchen Themen wie Migration und Integration, Antidiskriminierungsarbeit, Jugendarbeit oder Erwachsenenbildungsarbeit beschäftigen.

Die Thematik der Lernmodule beschäftigt sich mit Forschungsfragen wie Antiziganismus in Europa und Deutschland sowie antirassistischer und politischer Bildungsarbeit.

Die Ausbildung wird in 2 Phasen (Input-Phase und operative Phase) verteilt, jede Phase dauert 2,5 Module pro Jahr.
Was werde ich durch diese Ausbildung lernen? – Alle Teilnehmer_innen werden in der ersten Phase der Ausbildung lernen über die Herkunft von Roma und ihre Geschichte bis zur Zeit des Nationalsozialismus und heutige Roma-Lebensrealitäten im Deutschland und Europa. In der operativen Phase werden die Teilnehmer_innen Tools kennenlernen, durch die man das eingesammelte Wissen aus Phase 1 an andere Menschen übertragen kann bzw. wie man einen Workshop, einen Vortrag, eine Podiumsdiskussion, Seminare, Konferenzen usw. planen und durchführen kann. Nach dem zweiten Modul bekommt jede teilnehmende Person ihren persönlichen Mentor, welche/r sie bis zum Ende der Ausbildung begleitet. Nach dem zweiten Modul wird jede/r Teilnehmer_in zwischen den Modulen Seminararbeiten schreiben, während sie von den Mentoren begleitet wird, um jede teilnehmende Person fachlich zu unterstützen. Am Ende der Erwachsenenbildungsmaßnahmen erhalten die Teilnehmer_innen ihre Zertifikate und werden somit zertifizierte Trainer im Bereich antirassistischer und politischer Bildungsarbeit mit Schwerpunkt Antiziganismus.

Zu den Bewerbungsunterlagen gehören ein tabellarischer Lebenslauf sowie ein Motivationsschreiben, wo die Bewerberin/der Bewerber ihr/sein Interesse an der Teilnahme an den Erwachsenenbildungsmaßnahmen ausführlich beschreibt.
Die Bewerbung soll vollständig und fristgerecht an das Projektpersonal gesendet werden.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Unvollständige oder nach dem Antragsschluss eingereichte Bewerbungen werden nicht berücksichtigt.

Das Bewerbungsformular ist unter dem folgenden Link verfügbar – bitte hier klicken

 

Für alle bewerbungs- oder projektverbundenen Fragen steht unser Team Ihnen gerne zur Verfügung:

Denis Petrovic,
Projektleiter
E-Mail: denisz.petrovity@amarodrom.de

Roman Bakuradze,
Referent für Bildungsaufgaben
E-Mailroman.bakuradze@amarodrom.de

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

das erste Modul von Erwachsenenbildungsmaßnahmen, im Rahmen des Projekts “Jekhipe – Gemeinsam”, die der Forschung und politischen Arbeit gegen Antiziganismus gewidmet sind, findet von 24.07.2020 und 26.07.2020 statt. Die Bewerbung ist nur noch bis 30.06.2020 offen, deswegen empfehlen wir allen Personen, die Interesse daran haben, einen zweijährigen Forschungs- und Ausbildungskurs in dem Bereich politische Arbeit gegen Antiziganismus zu absolvieren, eigene Bewerbung schnellstmöglich bei uns einzureichen!

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und wünschen euch viel Erfolg bei unseren Ausbildungsmaßnahmen!

Ihr Team von Projekt “Jekhipe – Gemeinsam”

Am 19.06.2020 und 26.06.2020 fanden die beiden Runden von den Qualifizierungsmaßnahmen im Rahmen des Projekts “Jekhipe – Gemeinsam”, die dem Thema Vereinsrecht gewidmet wurden. Diese Qualifizierungsmaßnahmen waren gleichzeitig die erste Veranstaltung von Amaro Drom e.V., die ausschließlich im Online-Format durchgeführt wurde, um alle Risiken, die mit der Epidemie von COVID-19 verbunden sind, zu minimieren.

Während der ersten Runde unserer Qualifizierungsmaßnahmen, die am 19.06.2020 stattfand, wurden folgende Themen wie Gründung des Vereins, Mitgliedschaft in einem Verein sowie Verwaltungsdetails und Aufgaben des Vorstands besprochen.

Die zweite Runde der Online-Qualifizierungmaßnahmen, die am 26.06.2020 durchgeführt wurde, umfasste solche Themen wie wie steuerliche Verpflichtungen des Vereins sowie Buchhaltung, die von großer Bedeutung für eine erfolgreiche Tätigkeit jeder Organisation sind.

Wir möchten uns herzlich bei allen Teilnehmer_innen und vor allem bei unserer Referetin Melanie Hörenz bedanken, die den Teilnehmenden viel Neues über Vereinsrecht erklärt hat. Weitere Ankündigungen von den Qualifizierungsmaßnahmen im Rahmen des Amaro Drom-Projekts “Jekhipe – Gemeinsam” werden wie immer hier und auf unserer Facebook-Seite erscheinen. Danke und bis zum nächsten Mal!