Spendenaufruf für Gzim und Ramis Berisha

SPENDENAUFRUF FÜR DIE RÜCKKEHR VON GZIM UND RAMIS BERISHA

English version below

Vor einem Jahr wurden unsere Freunde Gzim (16) und Ramis Berisha (13) aus unserer Mitte gerissen. Im Dezember 2015 wurden die beiden Jugendlichen gemeinsam mit ihren Eltern und jüngeren Geschwistern in den Kosovo abgeschoben. Dies geschah, obwohl sie in Deutschland geboren wurden, hier zur Schule gingen, sich in der Jugendverbandsarbeit engagierten und Träume für ihre Zukunft in Deutschland hatten.

Zunächst kam die Familie in Prishtina in einem Heim unter, wo sie mit 8 Menschen auf 20 m2 leben mussten. Sie standen buchstäblich vor dem Nichts. Sie hatten kein Geld, kaum Kleidung, weil sie nur wenig Gepäck aus Deutschland mitnehmen durften und keine Unterstützung für die Orientierung vor Ort.

Auch nach einem Jahr Aufenthalt fehlt es den Brüdern und ihrer Familie im Kosovo an allem, was ein menschenwürdiges Leben ausmacht. Zwar sind Gzim und Ramis mittlerweile mit ihrer Familie nach Peć gezogen, wo sie wenigstens eine eigene Wohnung haben. Aber eine Zukunft gibt es für sie im Kosovo nicht. Seit seinem erzwungenen Aufenthalt im Kosovo kann Gzim nicht mehr die Schule besuchen. Er muss arbeiten gehen, um den Unterhalt für die Familie zu verdienen. Aufgrund der Tatsache, dass er Deutsch als Muttersprache spricht, kann er Vollzeit in einem Callcenter arbeiten. Dieses richtet sich an Kund*innen in Deutschland. In diesem Callcenter verdient er 250,00 € im Monat - gerade so viel, um die Miete für die Wohnung der Familie zu zahlen.

Gzim und Ramis sind derzeit in einer Situation wie fast alle Rom*nja, die in das Kosovo abgeschoben wurden. Für sie ist die Situation katastrophal: Es mangelt an medizinischer Versorgung und Zugang zu Bildung. Eine Arbeit zu finden ist für Rom*nja nahezu unmöglich, die Arbeitslosenquote unter Rom*nja beträgt im Kosovo zwischen 95% und 100%. Sie müssen in notdürftigen Unterkünften leben, weil ihre Häuser entweder im Krieg zerstört wurden oder von den verbliebenen Einheimischen beansprucht werden. Aufgrund des historisch gewachsenen Rassismus gegen Rom*nja sind diese alltäglichen Diffamierungen, Anfeindungen und tätlichen Übergriffen ausgesetzt. Sich im Kosovo als Rom*ni ein menschenwürdiges Leben aufzubauen ist nahezu unmöglich. Diese Tatsache macht deutlich, dass das Kosovo mitnichten ein so genanntes „sicheres Herkunftsland“ ist – wie es die deutsche Bundesregierung seit 2015 behauptet.

Gzim und Ramis wollen nach wie vor alles daran setzen, wieder nach Deutschland zu kommen. Mittlerweile hat sich eine Chance ergeben, wie Gzim und Ramis wieder in ihr Zuhause zurückkehren können. Dafür brauchen sie jedoch tatkräftige finanzielle Unterstützung – für Anwaltskosten und zur Überwindung bürokratischer Hürden.

Unterstützen Sie Gzim und Ramis dabei, nach Deutschland zurückzukehren! Helfen Sie uns den beiden die Kraft zu geben weiter um ihr Recht und für ihre Zukunft zu kämpfen!

Spendenkonto

Kontoinhaber: Amaro Drom e.V.
Verwendungszweck: Anwaltskosten Berisha-Brüder
IBAN: DE02100205000001310300
BIC: BFSWDE33BER
Kreditinstitut: Bank für Sozialwirtschaft

Spenden an Amaro Drom e.V. sind steuerabzugsfähig. Wir stellen Ihnen gerne eine Spendenbescheinigung aus. Ihre Fragen beantwortet der Geschäftsführer von Amaro Drom unter Email.

 

Weiterlesen

Bildung ist der Schlüssel

Eine Demonstration des Willens der Roma-Community, sich für die Bildung ihrer Kinder und für mehr gesellschaftliche Teilhabe einzusetzen – das ist das Ergebnis der Abschlussveranstaltung des JUROMA-Projektstandortes Düsseldorf vom 4.12.2016. Unter dem Thema „Berufliche Potenziale junger Romnja und Roma – nachhaltige Wirkungen des OBS-Projekts JUROMA“ trafen sich 250 Angehörige der Roma in der Aula der Dieter-Forte-Schule in Düsseldorf.

Weiterlesen

Dikhen Amen Termine 2017

WAS: Treffen der Lenkungsgruppe

WANN: 15. - 17.12.2017 (Freitag bis Sonntag)

WO: Alte Feuerwache, Axel-Springer-Str. 40/41, 10969 Berlin


WAS: Premiere des Theaterstücks SO KHEREN AMENCA!? - FÜR IMMER URLAUB!  (Arbeitstitel Become Refugee)

WANN: 5.12.2017 - 20:30 Uhr

WO: Gorki Studio Я, Am Festungsgraben 2, 10117 Berlin

Weiterlesen

Das war die Bundesjugendkonferenz 2016

Bundesjugendkonferenz “Fremd im eigenen Land? – Bipindzarutno Ki Ti Phuv?“

 

Vom 30.9. bis 3.10.2016 kamen unter dem Motto „Fremd im eigenen Land?“ 100 jugendliche Rom*nja und Sinti*zze aus dem ganzen Bundesgebiet zur diesjährigen Bundesjugendkonferenz von Amaro Drom und Terno Drom in Nideggen-Schmidt (NRW) zusammen. Dort vernetzten sie sich, bildeten sich gegenseitig weiter und trieben die politische Selbstorganisation entlang der eigenen Interessen voran.

 

Weiterlesen