Narrative des Widerstands von Sinti und Roma

Am 19. Mai organisierte das Amaro-Drom-Projekt Romane Krla eine Gedenkveranstaltung zum Tag des Roma-Widerstandes am 16. Mai, bei der drei Romnja aus verschiedenen Generationen ihre Lebenserfahrungen zum Thema Widerstand teilten. Éva Ádám als Vertreterin des Projekts Romane Krla gab einige Beiträge zur Notwendigkeit, unsere Geschichte und die Rolle der jungen Roma in Bezug auf Erinnerung und tatsächlichen Aktivismus wiederzuerlangen. Danach nahm Petra Rosenberg das Wort, um die Erinnerung an ihren Vater Otto Rosenberg zu teilen. Otto Rosenberg war Holocaust-Überlebender und Teilnehmer des Aufstandes vom 16. Mai in Auschwitz-Birkenau. Anschließend erzählte die Überlebende Rita Prigmore aus ihrem Leben und von den Experimenten, die Prof. Dr. Heyde an ihr und ihrer Schwester durchgeführt hatte. Sie berichtete auch von dem Kampf um Anerkennung und Entschädigung den sie nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zusammen mit ihrer Mutter gegen die Behörden und den andauernden Antiziganismus führen musste.

Mit der Gedenkveranstaltung wurde ein Raum für intergenerationales Wissen und für Erinnerung, Anerkennung und Widerstand geschaffen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Emran Elmazi. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit Dokuz Sinti und Roma und mit Unterstützung durch das Programm Migration und Erinnerungskultur der EVZ realisiert.

 

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Vierte Romane Krla Seminar - Rassismus und Kolonialismus

Vom 27. April bis 29. April fand das vierte Romane Krla Seminar statt. Dieses Mal hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit mit Peggy Piesche von Generation Adefra, einer Organisation Schwarzer Frauen, zu arbeiten. Das Thema des Workshops war Rassismus und Kolonialismus. Durch verschiedene Lektionen und praktische Arbeit hatten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit zu untersuchen, wie Rassismus-Theorie und -Praktiken in der Geschichte geformt wurden, wie sie auf struktureller, sozialer und persönlicher Ebene funktionieren und wie sie das Leben von rassifizierten Gemeinschaften beeinflussen. Der zweite Teil des Workshops beschäftigte sich mit der Frage des Kolonialismus als Protagonist, einem der größten europäischen rassistischen Unternehmen, der seine Entwicklung, sein Erbe und seine Auswirkungen auf kolonisierte Gemeinschaften in der Vergangenheit, aber auch in der Gegenwart analysierte.

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Opre Romnja!

Junge Romnja und Sintizze engagieren sich selbstbewusst für ihre Interessen

Ab März startet mit „Opre Romnja!“ ein neuer Schwerpunkt der Empowermentarbeit von Amaro Drom. Bisher sind junge Romnja und Sintizze in der Vereinsarbeit unterrepräsentiert. Mit „Opre Romnja!“ wollen wir das ändern. Das Projekt wird durch das Deutsche Kinderhilfswerk finanziert und findet im Rahmen des Projektes „Dikhen amen! Seht uns!“ statt, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert wird.

Das Hauptziel von „Opre Romnja!“ ist das selbstbewusste Engagement junger Romnja und Sintizze – nicht nur im Projekt „Dikhen amen!“ und im Verein Amaro Drom. Sondern auch darüber hinaus. Durch ein gestärktes Selbstbewusstsein nehmen die Mädchen und Frauen ihre Wünsche ernst und setzen sich beherzt dafür ein. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es zunächst einen Raum, in dem sich die jungen Romnja und Sintizze geschützt vor Rassismus und Sexismus austauschen können. Hierfür ist die Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum wichtig. Dies ermöglicht gegenseitiges Vertrauen und die erfolgreiche Umsetzung der Wünsche der Mädchen und jungen Frauen.

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Dikhen Amen Termine 2018

 
Wenn ihr Fragen zur Barrierefreiheit der Veranstaltungsorte habt, meldet euch bei uns!

WAS: Kennenlern-Treffen "Opre Romnja!"

WANN: 10.3.2018 - 11.3.2018

WO: Düsseldorf


WAS: Aufführung SO KHEREN AMENCA!? - FÜR IMMER URLAUB! im Rahmen des Romnja* Power Month

WANN: 16.3.2018 - 19:00 Uhr

WO: Alte Pumpe, Lützowstraße 42, 10785 Berlin


WAS: Treffen der Lenkungsgruppe

WANN: 16. - 18.03.2018 (Freitag bis Sonntag)

WO: DJH Jugendherberge Eschwege, Jardin-de-Saint-Mandé 1, 37269 Eschwege


WAS: Kennenlern-Treffen "Opre Romnja!"

WANN: 14.4.2018 - 15.04.2018

WO: Frankfurt a.M.


WAS: Kennenlern-Treffen "Opre Romnja!"

WANN: voraussichlich 5.5.2018 - 6.5.2018

WO: Leipzig


WAS: Treffen der Lenkungsgruppe

WANN: 22. - 24.06.2018 (Freitag bis Sonntag)

WO: DJH Jugendherberge Berlin - Am Wannsee, Badeweg 1, 14129 Berlin


WAS: Bundesweites Treffen "Opre Romnja!"

WANN: 20.7.2018 - 22.7.2018

WO: Alte Feuerwache e.V., Axel-Springer-Str. 40/41, 10969 Berlin-Kreuzberg


WAS: Bundesjugendkonferenz

WANN: 28.09. - 01.10.2018 (Freitag bis Montag)

WO: DJH Jugendherberge Berlin - Am Wannsee, Badeweg 1, 14129 Berlin

Barrierefreiheit: Wir haben für die Bundesjugendkonferenz zwei behindertengerechte Zweibettzimmer mit eigenem Bad reserviert. Innerhalb des Hauses bewegen sich Rollstuhlfahrer*innen mit dem Aufzug oder über die Rampen zu allen Gemeinschaftsräumen.

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Drittes Romane Krla Seminar - Antisemitismus und Shoah

Am letztes Wochenende kam die Roma Krla Gruppe wieder zum dritten Seminar zusammen.

Dieses Mal als Hauptthemen hatten wir „Antisemitismus und Shoah - Die Verfolgung und Ermordung von Juden durch die Nazis und ihre Verbündeten“ . Das Seminar wurde von unserer Projektpartner Organisation Studentim, Jewish Student Initiative organisiert. Annastasia Pletoukhina übernahm die Leitung des Workshops, wir begannen mit einer historische Analyse der Verfolgung und des Hasses gegen Jüden, um zum Verständnis des tatsächlichen Antisemitismus zu kommen.

Einen anderen Schwerpunkt war die Frage der Erinnerungskultur unter der jüdischer Kultur und Didaktik und Methoden um dem Kampf gegen Antisemitismus. Außerdem führte Alexander Veselak die Gruppe durch eine historische Tour über das Leben der jüdische Gemeinde in Berlin vor und nach der Shoah.

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