Ausschreibung Romane Krla

Amaro Drom e.V. bietet die Chance, sich zu bewerben für eine Multiplikator*innen-Ausbildung im Projekt Romane Krla (Die Roma Stimmen). Das Projekt zielt darauf ab, 8-10 junge Rom*nja zu Multiplikator*innen in den Themenbereichen der Erinnerungskultur, Geschichte und Menschenrechtsbildung zu qualifizieren.

Ziele

Das Projekt bietet eine einzigartige Gelegenheit für junge Rom*nja-Aktivist*innen und Multiplikator*innen, auf ihren bisherigen Erfahrungen aufbauend Fähigkeiten zu erweitern und entwickeln, um Multiplikator*innen für die Geschichte und Erinnerungskultur von Rom*nja, Jüd*innen (und andere Minderheiten) zu werden. Die Teilnehmer*innen erlernen didaktische und pädagogische Fähigkeiten, die ihnen Wissen und praktische Fertigkeiten zur Verfügung stellen, um pädagogische und informative Aktivitäten umzusetzen, die Bewusstsein schaffen für die Ermordung von Rom*nja, Jüd*innen und anderen Minderheiten während des Zweiten Weltkrieges sowie vergangene und aktuelle Mechanismen von Rassismus.

Auswahlkriterien

Die Teilnehmer*innen sollten minimale Vorerfahrungen in der informellen Bildungsarbeit sowie Wissen zur Verfolgung und Ermordung von Sinti*ze und Rom*nja, Jüd*innen und anderer Minderheiten während des Nationalsozialismus besitzen. Das ist aber nicht verpflichtend. Die Teilnahme an ähnlichen Seminaren der Jugendbildung wird aber positiv anerkannt.

Wir fördern vor allem die Bewerbungen von jungen Rom*nja zwischen 18 und 25 Jahren. Eventuell können auch über 25 Jahre alte Teilnehmer*innen ausgewählt werden. Teilnehmer*innen müssen in jedem Fall ihren Wohnsitz in Deutschland haben.

Bei Interesse am Projekt bitte die Bewerbung (bis 17. September) unter folgendem Link ausfüllen:

https://goo.gl/forms/QJ21z4dHbcpNLG6y2

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Jugendbegegnung "Dikh angle!" 2017

Junge Rom*nja und Sinti*zze begegnen sich anlässlich des Genozid-Gedenktages 2. August in Berlin

Vom 31. Juli bis 3. August 2017 findet die diesjährige Jugendbegegnung „Dikh angle! Nach vorne schauen!“ in Berlin statt. 20 junge Rom*nja und Sinti*zze setzen sich 3 Tage lang mit der Geschichte der Verfolgung und Ermordung von Sinti*zze und Rom*nja im Nationalsozialismus auseinander und nehmen an verschiedenen Gedenkveranstaltungen zum 2. August teil. Die diesjährige Veranstaltung findet erstmals in Kooperation mit dem feministischen Archiv „RomaniPhen“ statt.
 

Jugendbegegnung „Dikh Angle!“

Am 1. August besuchen die Teilnehmer*innen das feministische Archiv „RomaniPhen“, wo Anita Awosusi und Isidora Randjelović einen Workshop zum Thema Verfolgungsgeschichte, Kontinuitäten und aktuelle Bürgerrechtsarbeit geben. Anita Awosusi ist Bürgerrechtlerin der ersten Stunde. Ihr Vater Hermann Weiß hat Auschwitz überlebt. Über sein Leben hat sie das Buch „Vater unser!“ geschrieben. Isidora Randjelović leitet das feministische Romani Archiv RomaniPhen. Außerdem schreibt und lehrt sie zu Rassismus gegen Rom*nja, Selbstorganisierung sowie Empowerment.

Am Vormittag des 2. August fahren wir an einen zentralen Ort der Verfolgung der Berliner Sinti*zze und Rom*nja. Am ehemaligen Zwangslager Marzahn wurde im Jahr 2011 ein Ort der Erinnerung und Information eingeweiht. Gemeinsam werden wir dort die Ausstellung besuchen und uns darüber austauschen.

Am Abend des 2. August besuchen wir die Gedenkveranstaltung „... Ohne Worte ... Keine Tränen.“ am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas.
 

Genozid-Gedenktag 2. August

Der 2. August ist ein Gedenktag. Wir gedenken den Rom*nja und Sinti*zze, die zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert wurden und denen, die in der Nacht zum 3. August im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurden. Jedes Jahr finden deshalb viele verschiedene Ereignisse für das Erinnern an diesem Tag statt.

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Bundesjugendkonferenz 2017

Die diesjährige Bundesjugendkonferenz findet vom 30. September bis 3. Oktober 2017 in Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg) statt. Die Bundesjugendkonferenz ist das größte bundesweite Zusammenkommen junger Rom*nja und Sinti*zze in Deutschland. Sie wird dieses Jahr von Amaro Drom e.V. und dem Roma Büro Freiburg e.V. organisiert. Das Motto der Bundesjugendkonferenz 2017 lautet:

Heimat ist nicht gestern –  Heimat ist morgen  – Heimat ist was wir draus machen!

Die diesjährige Veranstaltung widmet sich aus unterschiedlichen Blickweisen dem Thema Heimat. Rom*nja und Sinti*zze sind seit Jahrhunderten Teil der deutschen Gesellschaft und dennoch befinden wir uns immer noch auf einem steinigen Weg des Ankommens. Die Erfahrungen und Stärken, die wir auf diesem Weg sammeln, wollen wir mit all jenen teilen, die auch unterwegs sind. Sei es, weil sie zugewandert sind oder weil sich diese Gesellschaft so rasant verändert. Heimat liegt nicht in der Vergangenheit, sie liegt in der Zukunft. Sie liegt in unseren Händen.

Seit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 sind wir Teil der deutschen Gesellschaft. Historisch sind wir seit über 6 Jahrhunderten da. Und trotzdem finden wir uns bis heute in einer rassistischen Realität wieder. Welche Mechanismen lassen uns nach über 600 Jahren immer noch nicht hier ankommen? Dieser und anderen Fragen wollen wir uns in einem vielfältigen Tagesprogramm aus Workshops, Ausstellungen, Vorträgen, Stadtrundgängen und Diskussionsrunden stellen.  An den Abenden gibt es eine Eröffnungsfeier mit begehbarer Geschichtswerkstatt (30.9.) und eine Theateraufführung zum Thema Abschiebung (1.10.). Den Höhepunkt bildet das interkulturelle Stadtfest mit Musik und Workshoppräsentationen am 2.10.2017.
 

Programmpunkte (vorläufig)
  • Workshops

    • Musik/ Tanz und Identität von Jugendlichen

    • Gesundheit und sexuelle Aufklärung

    • eine gute Zukunft für Romnja und Sintizze

    • Workshop und Stadtrundgang: Freiburg und seine Geschichten von Rom*nja, Sinti*zze und Jüd*innen

    • Workshop, Filmvorführung und Diskussion: "Wie sieht die Schule von morgen aus?"

    • Mit Hip Hop und Rap Klartext über die politische Situation reden

  • lebendige Geschichtswerkstatt

  • Ausschnitt/ Voraufführung aus dem Theaterstück "Become Flüchtling!"

  • Seilbahn-Ausflug auf den Schauinsland & Fußballturnier

  • interkulturelles Stadtfest mit Konzerten, Tanz und der Präsentation der Workshopergebnisse

  • Kinderbetreuung

Weitere Infos zum Programm und den Veranstaltungsorten folgen demnächst.
 

Teilnehmer*innen & Anmeldung

Liebe Gruppenleiter*innen, bitte schickt die verbindliche Anmeldung eurer Jugendlichen mit Name, Alter, Adresse und Email/Telefonnummer bis zum 21. August 2016 per Email an Anna Friedrich.

Gruppenleitung: Von jeder Gliederung oder Initiative muss eine volljährige Person als Gruppenleiter*in dabei sein. Die*der Gruppenleiter*in ist dafür verantwortlich Informationen an die Gruppe weiterzugeben und die Anmeldung und die An- und Abreise mit zu organisieren. Der*die Gruppenleiter*in ist auch verantwortlich für die Aufsicht der minderjährigen Teilnehmer*innen, wenn diese ohne uns außerhalb des Veranstaltungsortes unterwegs sein wollen. Dafür muss die*der Gruppenleiter*in eine schriftliche Erlaubnis von den Eltern der minderjährigen Teilnehmer*innen mitbringen. Hier findet ihr die Anmeldung für Teilnehmer*innen unter 18 Jahren (zum Runterladen und Ausdrucken).

Wenn ihr Anmelde- und Teilnahme-Bescheinigungen für eure Arbeitgeber*innen, Schulen oder sonstiges braucht, wendet euch per Email an Anita Burchardt.
 

Presse

Die Bundesjugendkonferenz ist auch ein Ort der gesellschaftlichen Sichtbarkeit und der Begegnung mit Nicht-Rom*nja. Wir laden Medienvertreter*innen und alle Interessierten herzlich ein an den öffentlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Hier finden Sie die Presseeinladung zur Bundesjugendkonferenz.

Pressekontakt:
Anita Burchardt
Tel:  +49(0)30 61620010
Mobil: +49(0)157 89 266 416
Fax: +49(0)30 69001960
Email


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Romane Krla

Romane Krla - ein neues Amaro Drom-Projekt zu Erinnerungskultur und Menschenrechtsbildung

Das Projekt zielt darauf ab, 8-10 junge Rom*nja zu Multiplikator*innen in den Themenbereichen der Erinnerungskultur und Menschenrechtsbildung zu werden.

Romane Krla - Die Roma Stimmen ist ein Projekt von Amaro Drom e.V. in Kooperation mit Studentim – Jüdische Studierendeninitiative Berlin e.V., das von der Stiftung EVZ finanziert wird. Ziel ist es, junge Rom*nja als Multiplikator*innen auf dem Gebiet Erinnerungskultur und Menschenrechtsbildung auszubilden.

Das Projekt, das im Juni 2017 begann und im Dezember 2018 endet, bietet eine einzigartige Gelegenheit für junge Rom*nja-Aktivist*innen und Multiplikator*innen, auf ihren bisherigen Erfahrungen aufbauend Fähigkeiten zu erweitern und entwickeln, um Multiplikator*innen für die Geschichte und Erinnerungskultur von Rom*nja, Jüd*innen (und andere Minderheiten) zu werden. Die Teilnehmer*innen erlernen didaktische und pädagogische Fähigkeiten, die ihnen Wissen und praktische Fertigkeiten zur Verfügung stellen, um pädagogische und informative Aktivitäten umzusetzen, die Bewusstsein schaffen für die Ermordung von Rom*nja, Jüd*innen und anderen Minderheiten während des Zweiten Weltkrieges sowie vergangene und aktuelle Mechanismen von Rassismus.

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Neuer Vorstand für Amaro Drom e.V.

Pressemitteilung 29.05.2017

Partizipation junger Rom*nja und Sinti*zze stärken, Gesellschaft mitgestalten und Rassismus entgegentreten


Vom 19. bis 21. Mai 2017 fand in Eschwege (Hessen) die jährlich einberufene Mitgliederversammlung von Amaro Drom e.V. statt. Zwei Tage lang diskutierte das höchste entscheidungsfindende Gremium des Vereins über die Ziele und das Selbstverständnis des Gesamtverbandes und über konkrete Umsetzungsmöglichkeiten derselben. Am Sonntag wählte die Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand. Als Vorstandsvorsitzende wurde Gabriela Bot wiedergewählt. Sie wird unterstützt durch Silas Kropf und Emran Elmazi als Stellvertreter. Denisz Petrovity wurde als Schatzmeister wiedergewählt. Mit Sorina Daliana Bonescu, Faton Mistele und Nasmija Hasani wurden zudem drei Jugendliche als Beisitzer*innen in den Vorstand gewählt.

   Der neue Amaro Drom-Vorstand (v.l.n.r.): Denisz Petrovity, Gabriela Bot, Silas Kropf, Emran Elmazi (nicht im Bild),
   Sorina Daliana Bonescu, Faton Mistele und Nasmija Hasani

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