Veranstaltung von Carmen e.V. zum Welt-Rom*nja-Tag

Unser Landesverband der Internationale Kultur und Sport Verein der Roma „Carmen e.V.“ wird auch in diesem Jahr anlässlich des Welt-Rom*nja-Tages, der am 8. April weltweit gefeiert wird, eine Veranstaltung organisieren. Die Veranstaltung trägt wie im letzten Jahr den Titel "Sprecht mit uns, nicht über uns".

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Wir trauern um Djevdet Berisa


Wir trauern um Djevdet Berisa


Unser langjähriger Mitstreiter und Freund Djevdet Berisa ist nach schwerer Krankheit im Alter von 49 Jahren viel zu früh gestorben. Djevdet kam ursprünglich als Flüchtling aus Serbien und ist einer der Pioniere der Selbstorganisation von Rom*nja in Deutschland - bereits 1999 gründete er den Verein Romane Anglonipe ("Roma voran"). In den folgenden Jahren erreichte seine Arbeit einen hohen Bekanntheitsgrad und er setzte sich insbesondere für ein Bleiberecht von Rom*nja in Deutschland und den Kampf gegen Antiziganismus ein. Djevdet unterstützte außerdem weitere Vereine bei der Gründung und dem Aufbau von Strukturen und war Mitglied bei Amaro Drom e.V.

Neben seinem vielfältigen und unermüdlichen Engagement in Niedersachsen, war das Eintreten für die Interessen junger Rom*nja und Sinti*zze Djevdet ein besonderes Anliegen. Mit der Gründung unseres Landesverbandes „Ternengo Drom e Romengo- Roma-Jugendliche in Niedersachsen e.V.“ leistete er einen wichtigen Beitrag zur bundesweiten Vernetzung und Unterstützung junger Rom*nja und Sinti*zze. Wir werden ihn schmerzlich vermissen.

Djevdet, der Kampf geht weiter!

Im Namen des gesamten Bundesverbandes von Amaro Drom e.V.
Geschäftsführer Merdjan Jakupov

 
Fotoquelle Christian Behrens
 
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Romane Krla - Amaro Drom-Referentenpool zur Roma und Sinti Erinnerungskultur

Das Amaro Drom Projekt zu Erinnerung und Menschenrechte bietet Workshops.

Die erste Generation des Projekts Romane Krla hat ihre Ausbildung in ErinerungsKultur und Menschenrechten abgeschlossen. Jetzt bieten wir die Möglichkeit, Workshops und andere Aktivitäten zu buchen, um auf die Geschichte der Roma aufmerksam zu machen, insbesondere über die Verfolgung von Roma und Sinti während der NS-Zeit.

Durch verschiedene didaktische Methoden bieten wir (unter anderem) Workshops an:

- Roma Geschichte und Kultur

- Die Verfolgung und Vernichtung von Sinti und Roma wahrend NS-Zeit

- Historische Entwicklung des Antiziganismus in europäischen Ländern

Möchten Sie einen Workshop organisieren, um mehr über Roma und Sinti zu erfahren und Ihr Gymnasium, Ihre Schule, Ihren Jugendclub oder Ihre Organisation zu sensibilisieren? Gerne können Sie zu uns Kontakt aufnehmen .

Wir bieten die Workshops bundesweit und können die in verschiedenen Sprachen anbieten (Deutsch, Romanes, Englisch, Serbisch, Mazedonisch, Rumänisch,Spanisch…)

Für weitere Informationen und Details schreiben Sie uns an : jose@amarodrom.de

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"Amaro Dikhipe - Unsere Sicht"

 
Kurzbeschreibung und Ziele des Projekts

Das Projekt „Amaro Dikhipe – Unsere Sicht“ hatte zum Ziel die Medienkompetenz junger Rom*nja und Sinti*zze zu fördern und sie für intersektionalen Hate Speech zu sensibilisieren. Wir wollten ihnen Werkzeuge an die Hand geben, wie sie sich in virtuellen Räumen besser schützen können, da dies für ihr Leben immer relevanter wird. Dazu wollten wir ihnen die Macht der Bilder beibringen. Was sie ausmacht und wie sie zu hinterfragen sind. Am Projekt beteiligt waren Jugendliche aus Berlin sowie im Rahmen der Bundesjugendkonferenz Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet.

Der Höhepunkt des Projekts war die Bundesjugendkonferenz 2018 von Amaro Drom und Amaro Foro in Berlin auf welcher wir die Jugendlichen ermutigt haben, auch selbst die Kameras in die Hand zu nehmen, und die Konferenz aus ihrer Perspektive zu dokumentieren.

Das Ziel war es den Jugendlichen zu vermitteln, welche Dynamiken die unterschiedlichen Social Media-Plattformen haben. Auch wollten wir das Für und Wider von Internet-Aktivismus aufzeigen, und die damit verbundenen Risiken. Denn im Netz eigene Statements zu veröffentlichen bietet Angriffsfläche. In Bezug auf Fotografie bzw. politische Fotografie lernten die Jugendlichen wie Fotos reflektiert und durch entsprechende Fragen gedeutet und eingeordnet werden können.

Auf der Bundesjugendkonferenz wendeten die Jugendlichen das Gelernte praktisch an. Sie dokumentierten das Geschehen, wählten ihre eigenen Blickwinkel und lernten den Umgang mit der Kamera.

 

Inhalte und Methoden des Projekts

Zunächst fanden wöchentliche Treffen statt, um eine gemeinsame Wissensgrundlage für alle Beteiligten zu schaffen. Dieses Basiswissen sollte die Jugendlichen außerdem dabei unterstützen sich zukünftig besser und vor allem sicherer auf Social Media-Plattformen bewegen zu können. Die Treffen wurden jede Woche neu vereinbart und richteten sich in erster Linie nach den Bedürfnissen und Interessen der Jugendlichen. Zum Beispiel entschieden sie wohin wir gehen um gemeinsam zu fotografieren. Der hohe Grad an Mitbestimmung der Jugendlichen in der Projektgestaltung schuf sowohl Vertrauen als auch die Möglichkeit das Projektgeschehen fortdauernd und sehr direkt auszuwerten. Auf dem entstandenen Basiswissen und der engen Verbindung zu den Jugendlichen konnte dann bei der Bundesjugendkonferenz aufgebaut werden.

Der Workshop „Breaking the (stereotypical) Image“ auf der Bundesjugendkonferenz beinhaltete eine Einleitung in den Umgang mit Social Media sowie eine Einleitung in die politische Fotografie. Geleitet wurde er von Marie Presecan und Abhishek Nilamber. Die Workshop-Teilnehmer*innen besuchten zudem eine Fotoausstellung. Der Fotograf Nihad Nino Pušija gab den Jugendlichen eine Führung durch seine zeitglich eröffnende Ausstellung "So ist das bei uns" in der Berliner Galerie am Körnerpark. Das ganze Wochenende über dokumentierten die Teilnehmer*innen die Highlights der Konferenz wie beispielsweise die Podiumsdiskussion am Sonntagabend. Einen ausführlichen Bericht über die Bundesjugendkonferenz gibt es hier nachzulesen.

 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Die etablierten Medien haben dieses Jahr leider nur wenig Interesse an der Bundesjugendkonferenz der Rom*nja und Sinti*zze gezeigt. Im Nachgang wurde von Seiten des Vereins dazu kritisch Stellung genommen (hier nachzulesen). Die Stellungnahme wurde wiederum von einigen Zeitungen aufgegriffen und thematisiert (hier einsehbar). Nichtsdestotrotz war die Veranstaltung und damit das Projekt „Amaro Dikhipe“ auf vielfältige Weise medial sichtbar, vor allem dank der Mitwirkung der jugendlichen Projektteilnehmer*innen. Während der Bundesjugendkonferenz bespielten sie die Social Media-Plattformen von Amaro Drom. Sie posteten Bilder und Statements auf Instagram, Twitter und Facebook. Im Rahmen der fotografischen Dokumentation der Veranstaltung ist zudem eine Vielzahl selbstbestimmter Bilder entstanden, die nun als Pressebilder auf der Website von Amaro Drom eingesehen und von Medienvertreter*innen für ihre Berichterstattung angefordert werden können (hier einsehbar).

Darüber hinaus fand am Rande der Veranstaltung ein Kooperationsgespräch mit einer Vertreterin der Neuen Deutschen Medienmacher*innen statt, für ein Projekt in dem es ebenfalls um Sichtbarkeit junger Rom*nja und Sinti*zze gehen soll.

Der Projekttitel „Amaro Dikhipe“ kann neben „Unsere Sicht“ auch „Man sieht, wie wir sind“ bedeuten. Dank der Unterstützung und Förderung durch das Deutsche Kinderhilfswerk wurden beide Bedeutungen auf vielen Ebenen Realität.

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Pressemitteilung "Gemeinsam Vielfalt gestalten"

Amaro Drom e.V.

Pressemitteilung 22.11.2018

Gemeinsam Vielfalt gestalten: Neue Mitglieder und Schwerpunkte für Bundesverband junger Roma und Nicht-Roma

Die bundesweite Jugendselbstorganisation Amaro Drom e.V. vergrößert sich um zwei Vereine aus Sachsen und NRW und setzt mit der Herbstakademie neue Impulse für die Vereinsarbeit

 

Vom 9. bis 11. November 2018 fand in Berlin die jährlich einberufene Bundesversammlung von Amaro Drom e.V. statt. Auf der Herbstakademie am Samstag wurden Schwerpunkte und Strategien für die Vereinsarbeit im kommenden Jahr erarbeitet. Am Sonntag nahm die Mitgliederversammlung zwei neue Gliederungen in den Bundesverband auf.

Mit Romano Sumnal e.V. aus Sachsen vertritt Amaro Drom e.V. nun erstmals eine Gliederung aus Ostdeutschland. Bereits seit 2016 arbeitet Amaro Drom u.a. im Rahmen der Projekte Dikhen amen! und Romane Krla eng mit der Jugendgruppe der sächsischen Selbstorganisation zusammen. Romano Sumnal e.V. beschreibt sich als Verein für Roma-Kulturvermittlung, politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Romaaktivismus. Die Hauptziele des Vereins sind die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Roma (gegendert Rom*nja) und Nicht-Rom*nja, das Engagement gegen Antiromaismus und die Emanzipation der Rom*nja. Wesentlicher Bestandteil der Arbeit von Romano Sumnal ist die Jugendarbeit.

Mit der Aufnahme von Carmen e.V. vergrößert sich der Bundesverband zudem um einen weiteren Verein in Nordrhein-Westfalen. Der Düsseldorfer Verein Carmen e.V.- Internationaler Kultur- und Sport-Verein der Roma ist bereits seit 1990 aktiv. Seit der Durchführung des Jugendprojekts JUROMA – Junge Roma aktiv in 2015 und 2016, an dem auch Amaro Drom als Kooperationspartner beteiligt war, erlebte der Verein einen Zustrom junger Rom*nja. Seitdem widmet sich Carmen e.V. verstärkt der Jugendarbeit, derzeit im Rahmen von zwei Jugendprojekten und einem Frauenprojekt.

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