Spendenaufruf für Gzim und Ramis Berisha

Unterstütze den Bleiberechtskampf von Gzim und Ramis Berisha

Im Dezember 2015 wurden unsere Freunde Gzim (18) und Ramis Berisha (14) aus unserer Mitte gerissen. Um 5 Uhr morgens kam die Polizei und die beiden Jugendlichen wurden wenige Stunden später gemeinsam mit ihren Eltern und jüngeren Geschwistern in den Kosovo abgeschoben. Dies geschah, obwohl sie in Deutschland geboren wurden, hier zur Schule gingen, sich in der Jugendverbandsarbeit engagierten und Träume für ihre Zukunft in Deutschland hatten.

Inzwischen muss Gzim mit einem weiteren großen Problem kämpfen. Ende 2017 wurde bei ihm eine Krebserkrankung festgestellt. Die Erkrankung kann im Kosovo aufgrund fehlender Ressourcen nicht behandelt werden. Im Frühjahr 2018 hat Gzim für die Behandlung seiner schweren Krankheit eine Betretungserlaubnis für Deutschland bekommen und befindet sich seit Mai 2018 wieder in Deutschland. Inzwischen ist Gzim operiert worden, seine Behandlung dauert jedoch noch an und er bekommt keine Reha-Behandlung. Auch die Kostenübernahme der langwierigen Behandlung ist unklar und Gzims Duldung läuft Ende Dezember 2018 aus. Es droht eine erneute Abschiebung. Über anwaltlichen Beistand versuchen wir nun eine erneute Abschiebung zu verhindern und Gzims Weiterbehandlung zu ermöglichen. Dafür benötigen wir Spenden um die Kosten des Rechtsbeistands zu decken.

Wie es Gzim und seiner Familie seit der Abschiebung im Dezember 2015 erging, erfahrt ihr hier:

Zunächst kam die Familie in Pristina in einem Heim unter, wo sie mit 8 Menschen auf 20 qm leben mussten. Sie standen buchstäblich vor dem Nichts. Sie hatten kein Geld, kaum Kleidung, weil sie nur wenig Gepäck aus Deutschland mitnehmen durften und keine Unterstützung für die Orientierung vor Ort.

Auch nach über einem Jahr Aufenthalt fehlte es den Brüdern und ihrer Familie im Kosovo an allem, was ein menschenwürdiges Leben ausmacht. Gzim und Ramis zogen mit ihrer Familie nach Peja, einer Stadt im Westen des Kosovo. Dort hatten sie wenigstens eine eigene Wohnung. Aber eine Zukunft gab und gibt es für sie im Kosovo nicht. Seit ihrem erzwungenen Aufenthalt im Kosovo konnten Gzim und Ramis nicht mehr die Schule besuchen. Gzim musste arbeiten gehen, um den Unterhalt für die Familie zu verdienen. Aufgrund der Tatsache, dass er Deutsch als Muttersprache spricht, konnte er Vollzeit in einem Callcenter arbeiten. Dieses richtet sich an Kund*innen in der Schweiz. In diesem Callcenter verdiente er 250,00 € im Monat - gerade so viel, um die Miete für die Wohnung der Familie zu zahlen.

Gzim und Ramis befinden sich in einer Situation wie fast alle Rom*nja, die in das Kosovo abgeschoben wurden. Für sie ist die Situation katastrophal: Es mangelt an medizinischer Versorgung und Zugang zu Bildung. Eine Arbeit zu finden ist für Rom*nja nahezu unmöglich, die Arbeitslosenquote unter Rom*nja beträgt im Kosovo zwischen 95% und 100%. Sie müssen in notdürftigen Unterkünften leben, weil ihre Häuser entweder im Krieg zerstört wurden oder von den verbliebenen Einheimischen beansprucht werden. Aufgrund des historisch gewachsenen Rassismus gegen Rom*nja sind diese alltäglichen Diffamierungen, Anfeindungen und tätlichen Übergriffen ausgesetzt. Sich im Kosovo als Rom*ni ein menschenwürdiges Leben aufzubauen ist nahezu unmöglich. Diese Tatsache macht deutlich, dass das Kosovo mitnichten ein so genanntes „sicheres Herkunftsland“ ist – wie es die deutsche Bundesregierung seit 2015 behauptet.

Gzim und Ramis wollen nach wie vor alles daransetzen, wieder nach Deutschland zu kommen und hier ein Bleiberecht zu bekommen.

Im Moment geht es jedoch vor allem darum Gzim mithilfe anwaltlicher Unterstützung zu ermöglichen seine Krebserkrankung abschließend behandeln zu können.

Dafür brauchen sie weiterhin tatkräftige finanzielle Unterstützung – um die Kosten der Anwältin zu decken und zur Überwindung weiterer bürokratischer Hürden.

Unterstütze Gzim dabei gesund zu werden und weiter für seine und Ramis Zukunft zu kämpfen!

 


Spendenkonto

Kontoinhaber: Amaro Drom e.V.
Verwendungszweck: Anwaltskosten Berisha-Brüder
IBAN: DE02100205000001310300
BIC: BFSWDE33BER
Kreditinstitut: Bank für Sozialwirtschaft

Spenden an Amaro Drom e.V. sind steuerabzugsfähig. Wir stellen euch gerne eine Spendenbescheinigung aus. Eure Fragen beantwortet der Merdjan Jakupov, der Geschäftsführer von Amaro Drom.


Veröffentlichungen

Hier findet sich eine Liste und Links zu den Veröffentlichungen zum Bleiberechtskampf von Gzim und Ramis Berisha.

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