Roma Anlaufstelle in Berlin
Anlaufstelle für WanderarbeiterInnen und Roma in Berlin
Seit dem Beitritt Rumäniens und Bulgariens in die Europäische Union im Jahr 2007 und seit dem Beitritt Polens und anderer Staaten im Jahr 2004 nutzen immer mehr Roma aus diesen Ländern ihr europäisches Freizügigkeitsrecht auf Grund der dortigen miserablen sozialen Situation und einer starken Stigmatisierung und Diskriminierung. Wir suchen nach pragmatischen Lösungen, um den Menschen hier eine Perspektive bieten zu können. Die Anlaufstelle ist ein erster Schritt in diese Richtung und bietet mit einer spezialisierten aber dennoch niedrigschwelligen Sozialberatung einen Anlaufpunkt für die Personen.
Flyer des Projektes Anlaufstelle
Der Europarat: Schutz der Rechte der Roma
Auswertung der Beratungsarbeit:
- Beratungsstatistik (April,Mai,Juni)
- Beratungsstatistik (Juli-August) mit Auswertung der Beratungsinhalte
Die Anlaufstelle ist ein Tandemprojekt von Amaro Drom e.V. und südost Europa Kultur e.V., welches gefördert wird von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales.
Lachi Buchi-Berufsorientierung und Hilfe zur Selbstständigkeit für junge Roma
Aus der Arbeit der mobilen Anlaufstelle wurde der Bedarf nach vertiefter und intensiver Betreuung und Beratung auf dem Weg in die Arbeit deutlich. Von der Arbeits- und Einkommenssituation hängt oft auch die Wohnsituation und beispielsweise die gesundheitliche Absicherung ab. Der Zugang zum Arbeitsmarkt stellt also eine Schlüsselrolle dar. Der Anteil der Arbeitslosen unter den Klient_innen der Anlaufstelle ist sehr hoch. Selbst wenn die Menschen ein selbstständiges Gewerbe angemeldet haben, finden sie selten einen Arbeitgeber, der ihnen tatsächlich einen Auftrag anbietet und die arbeitsrechtlichen Vorschriften wahrt. Viele Menschen, die wir beraten oder befragt haben, berichteten von irregulären Beschäftigungsverhältnissen, Lohnbetrug und Missachtung anderer arbeitsrechtlicher Regelungen. Diejenigen, die bereits eine Arbeit gefunden haben, sind meistens im Bau- oder Reinigungsgewerbe tätig. Das Ziel des Projektes ist es, junge Menschen mit Roma-Hintergrund eine Chance auf eine stabile Beschäftigung zu geben und so Teilhabe und Integration zu ermöglichen. Das bedeutet, dass sie durch das Projekt Orientierung bei rechtlichen Fragen und auf dem hiesigen Stellen-Arbeitsmarkt erhalten sollen, dass sie darüber hinaus aber auch eine intensive Betreuung erhalten, in Vorbereitung und während des Berufseinstieges.
STÄRKEN vor Ort ist ein Programm des Bundesfamilienministeriums und wird aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union kofinanziert.
Bedarfsanalyse zur Situation von Roma in Nord-Neukölln
Zielgruppenspezifische Unterstützungsbedarfe der Roma-Communities im Flughafenkiez
Auswertung der aktivierenden Befragung unter Bewohnergruppen mit Roma-Hintergrund und der Expertengespräche mit Bildungs- und Nachbarschaftseinrichtungen in den Quartiersmanagementgebieten Flughafenstraße und Donaustraße Nord
Die vorliegende Befragung bezieht sich auf das Themenfeld „Zielgruppenspezifische Unterstützungsbedarfe der Roma-Communities im Norden Neuköllns“. Insbesondere die QM-Gebiete Flughafenstraße und Donaustraße Nord sind Untersuchungsgegenstand. Roma gehören zu den ärmsten Einwanderern Deutschlands. Nicht selten verheimlichen sie, aus Angst diskriminiert zu werden, ihre Identität. Im Registrierungsprozess ist zudem die Frage nach der ethnischen Herkunft aus datenschutzrechtlichen Bestimmungen nicht erlaubt. Daher ist es für öffentliche Institutionen oft nicht leicht, den Bedarf dieser Gruppe zu ermitteln. Menschen mit Roma-Hintergrund, die in den Quartieren Flughafenstraße und Donaustraße Nord in Berlin Neukölln leben, sind der Gegenstand dieser Bedarfsanalyse. .In der vorliegenden Studie werden Roma allerdings nicht als Problem wahrgenommen. Schwierigkeiten, die im Zusammenhang mit Roma-Einwanderung entstehen, sollen in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext gestellt werden. Wir betrachten die Befragten als Experten ihrer eigenen Lebenswelt und wichtige Agenten zur Bewältigung der sie betreffenden Herausforderungen.
download des integrierten Berichtes: pdf
Sozialarbeit:
Öffnungs-/ Beratungszeiten: Montag bis Mittwoch 10.00 -15.00 Uhr Wenn möglich mit Terminvereinbarung
Amaro Foro/Amaro Drom e.V., Weichselplatz.8, 12045 Berlin, 030-43205373
Rumänisch: Alina Lober : alina@amarodrom.de
Bulgarisch: Mariela Nikolova: 01577-8951767 mariela@amarodrom.de
Serbokroatisch, Bosnisch,Romanes : Safeta Zwietasch safeta@amarodrom.de
Öffentlichkeitsarbeit: mail@amarodrom.de
Koordination: Anna Schmitt: anlaufstelle@amarodrom.de, tel 030-43205373




