Projektziele

Im April 2015 startete das Projekt “Dikhen amen! Seht uns!" Dikhen Amen ist ein bundesweites Projekt von Amaro Drom e.V. und wird in enger Zusammenarbeit mit den Gliederungen Ternengo Drom e Romengo e.V., Terno Drom e.V. und dem Roma Büro Freiburg e.V. realisiert.

Das Hauptziel des Projektes ist das Empowerment junger Rom*nja und Sinti*zze. Darunter verstehen wir Raum zu schaffen für Selbstbewusstsein, Selbstbehauptung und den Kampf um Anerkennung als gleichberechtigter Teil der Gesellschaft. Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projektes ist die Sensibilisierung junger Nicht-Rom*nja bzw. Nicht-Sinti*zze für den spezifischen Rassismus und seine Folgen.

Im Mittelpunkt des Projektes stehen die Erfahrungen und Lebensrealitäten junger Sinti*zze und Rom*nja. Basierend auf dem Erfahrungswissen der Jugendlichen werden Methoden für Jugendbildungsarbeit entwickelt. Im Laufe des Projektes werden jugendliche Rom*nja und Sinti*zze zu Multiplikator*innen ausgebildet um selbst Empowerment- und Sensibilisierungs-Workshops durchführen zu können. Die Workshops richten sich an junge Menschen in Jugendclubs, Jugendselbstorganisationen und Verbänden sowie Bildungseinrichtungen.

Die Ideale von Empowerment, Mobilisierung, Selbstorganisation und Partizipation der jungen Menschen wird durch Dikhen Amen mit einer noch größeren Breitenwirkung von Amaro Drom gestärkt. Neben der Stärkung junger Sinti*zze und Rom*nja im Umgang mit Rassismus in Deutschland und der Sichtbarmachung ihrer unterschiedlichen Lebensrealitäten und Identitätsentwürfe zielt das Projekt auch auf eine kritische Auseinandersetzung mit Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze in der breiten Öffentlichkeit ab.

Einer der Höhepunkte des Projektes ist die einmal jährlich stattfindende Bundesjugendkonferenz, an der über 100 Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet teilnehmen.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!". Es ist eines von insgesamt neun Modellprojekten zum Themenschwerpunkt Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze. Der Fonds Soziokultur, die Heidehof-Stiftung, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, die Amadeu Antonio Stiftung und das Ministerium für Arbeit, Intregration und Soziales NRW übernehmen für das Jahr 2017 die Kofinanzierung.

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