Ausschreibung Romane Krla

Amaro Drom e.V. bietet die Chance, sich zu bewerben für eine Multiplikator*innen-Ausbildung im Projekt Romane Krla (Die Roma Stimmen). Das Projekt zielt darauf ab, 8-10 junge Rom*nja zu Multiplikator*innen in den Themenbereichen der Erinnerungskultur, Geschichte und Menschenrechtsbildung zu qualifizieren.

Ziele

Das Projekt bietet eine einzigartige Gelegenheit für junge Rom*nja-Aktivist*innen und Multiplikator*innen, auf ihren bisherigen Erfahrungen aufbauend Fähigkeiten zu erweitern und entwickeln, um Multiplikator*innen für die Geschichte und Erinnerungskultur von Rom*nja, Jüd*innen (und andere Minderheiten) zu werden. Die Teilnehmer*innen erlernen didaktische und pädagogische Fähigkeiten, die ihnen Wissen und praktische Fertigkeiten zur Verfügung stellen, um pädagogische und informative Aktivitäten umzusetzen, die Bewusstsein schaffen für die Ermordung von Rom*nja, Jüd*innen und anderen Minderheiten während des Zweiten Weltkrieges sowie vergangene und aktuelle Mechanismen von Rassismus.

Auswahlkriterien

Die Teilnehmer*innen sollten minimale Vorerfahrungen in der informellen Bildungsarbeit sowie Wissen zur Verfolgung und Ermordung von Sinti*ze und Rom*nja, Jüd*innen und anderer Minderheiten während des Nationalsozialismus besitzen. Das ist aber nicht verpflichtend. Die Teilnahme an ähnlichen Seminaren der Jugendbildung wird aber positiv anerkannt.

Wir fördern vor allem die Bewerbungen von jungen Rom*nja zwischen 18 und 25 Jahren. Eventuell können auch über 25 Jahre alte Teilnehmer*innen ausgewählt werden. Teilnehmer*innen müssen in jedem Fall ihren Wohnsitz in Deutschland haben.

Bei Interesse am Projekt bitte die Bewerbung (bis 22. September) unter folgendem Link ausfüllen:

https://goo.gl/forms/QJ21z4dHbcpNLG6y2

Ablauf

Romane Krla - Die Roma Stimmen ist ein Projekt von Amaro Drom e.V. in Kooperation mit Studentim – Jüdische Studierendeninitiative Berlin e.V., das von der Stiftung EVZ finanziert wird. Ziel ist es, junge Rom*nja als Multiplikator*innen auf dem Gebiet Erinnerungskultur und Menschenrechtsbildung auszubilden.

Das Projekt besteht aus zwei Phasen:

In 5 verschiedenen Wochenend-Workshops mit Fachleuten zum Thema werden wir die Verfolgung und Ermordung von Rom*nja, Jüd*innen und anderen Minderheiten während des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges untersuchen, um allgemeine Mechanismen von Rassismus zu verstehen. Mit Hilfe des historischen Lernansatzes und der Menschenrechtsbildung werden die Teilnehmer*innen didaktische Kompetenzen erwerben, um als Multiplikator*innenen Themen wie Rassismus, Antiziganismus, Antisemitismus oder Erinnerungskultur bearbeiten und dafür sensibilisieren zu können.

Die Ausbildungsworkshops werden im Abstand von zwei Monaten in Berlin stattfinden. Die Workshops sind offen für Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland, die Kosten für Anfahrt, Unterkunft und Verpflegung werden von der Organisation übernommen. Für die Teilnahme wird pro Workshop eine kleine Aufwandsentschädigung von 50 € gezahlt.

In der zweiten Projektphase haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, lokale Aktivitäten mit der Unterstützung von Amaro Drom zu organisieren, basierend auf dem Wissen, das während der Workshops erworben wurde.

Die Teilnehmer*innen, die das gesamte Training absolvieren, erhalten ein Zertifikat und werden Teil des Amaro Drom Referent*innen-Pools, über den sie zukünftig für weitere Workshops zu den Themen Erinnerungskultur und Menschenrechtsbildung angefragt werden können. Dadurch wird es besser möglich für die Organisation, den vielen Anfragen auf diesen Gebieten gerecht zu werden.

Für weitere Informationen: jose@amarodrom.de

 

 

Back